Sojaseide

Sojaseide - tierleidfreie Alternative zu Seide

Die konventionelle Seidenproduktion verursacht Tierleid. Für ihre Verwandlung zum Schmetterling verpuppt sich die Seidenraupe indem sie einen bis zu 3.000m langen Seidenfaden zu einem Kokon verspinnt. Damit der Kokon stabil ist, verklebt ihn der Seidenspinner mit Hilfe seines Speichelsekrets. Für die Herstellung von Seidenstoffen muss der endlos lange Faden jedoch wieder vom Kokon abgewickelt werden. Um den natürlichen Speichel-Kleber aufzulösen werden die Kokons in heißem Wasser oder Wasserdampf abgekocht und die Raupen, die sich noch im Inneren befinden, getötet. Für nur 250g Seide wird etwa 3.000 Raupen auf diese Weise qualvoll das Leben genommen. Glücklicherweise gibt es auch hier inzwischen tierfreundliche, vegane Alternativen.


Wie wird Sojaseide hergestellt?

Bei der Verarbeitung von Sojabohnen zu Tofu fällt Sojaprotein als Nebenprodukt an. Dieses kann zu einer seidenähnlichen Faser weiterverarbeitet werden.


Was sind die allgemeinen Eigenschaften von Sojaseide?

Soja-Seide besitzt ähnliche Eigenschaften wie tierische Seide, sie

  • hat eine glatte, weiche Struktur, einen schimmernden Glanz
  • ist temperaturregulierend
  • hat eine hohe Feuchtigkeitsaufnahme
  • knittert im Gegensatz zur konventionellen Seide kaum
  • ist vollständig biologisch abbaubar