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Lifestyle

    Fashion Lifestyle Subjects that matter

    Weil weniger manchmal doch mehr ist

    27. April 2018

    Jedes Mal, wenn wir vor der Entscheidung stehen uns ein neues Kleidungsstück zu kaufen, gehen uns viele Fragen und Gedanken durch den Kopf: Steht mir das Teil wirklich? Passt es zu meiner Lieblingsjeans? Gefällt es mir tatsächlich so gut? All diese Fragen sollen und dürfen wir uns natürlich stellen. Doch sollten wir nicht noch weitere, pragmatischere Überlegungen in den Entscheidungsprozess mit einfließen lassen? Anlässlich der Fashion Revolution Week haben wir uns Gedanken zu unserem Klamotten-Kaufverhalten gemacht und sind dabei auf interessante Ansätze gestoßen, die uns mit einfachen Mitteln dabei helfen, bewusster und gleichzeitig zufriedenstellender zu konsumieren.

    Erst denken, dann kaufen

    Lucy Siegle und Livia Firth haben beide an der Produktion des Films „The True Cost“ mitgearbeitet und sind auch darüber hinaus engagierte Fair Fashion Vorreiterinnen. Als Anregung, das eigene Konsumverhalten zu überdenken, haben die beiden Frauen die sogenannte #30wears Challenge ins Leben gerufen, in der es darum geht, sich selbst die wirklich wichtige Frage beim Kleidungskauf zu stellen nämlich: Werde ich dieses Kleidungsstück mindestens 30 Mal tragen? Sind wir ehrlich zu uns selbst, würde die Antwort auf diese Frage in vielen Fällen „nein“ lauten.

    Doch damit ist die Fragerunde noch nicht beendet, denn weitere Aspekte sollten wir beim Kaufprozess bedenken: Wie sind die Qualität und Verarbeitung des Kleidungsstückes? Übersteht es mindestens 30 Waschgänge? Kann ich es überhaupt 30 mal tragen oder hält es dieser Beanspruchung vielleicht gar nicht stand? Bin ich bereit, es bei Bedarf reparieren zu lassen? Denn wenn es um nachhaltiges Konsumverhalten geht, ist Langlebigkeit das entscheidende Stichwort.

    Aber warum genau 30 Mal? Erst wenn wir ein Kleidungsstück mindestens 30 Mal angezogen haben, reduzieren wir schon in einem Zeitraum von drei Monaten unsere CO2-Bilanz um bis zu 10% – vorausgesetzt wir kaufen uns in diesem Zeitraum keine neuen Sachen. Auch durch weniger Waschen und Trocknen der Kleidung können wir unsere Kohlenstoffbilanz und unseren ökologischen Fußabdruck deutlich verbessern. Selbst kleine Änderungen wie größere Wäscheladungen, niedrigere Waschtemperaturen und das Trocknen an der Leine können unsere Kohlenstoffbilanz jährlich um bis zu 70.000 Tonnen CO2 reduzieren.

    Slow statt Fast Fashion

    Ununterbrochen werden wir von der Modeindustrie beeinflusst. Auf der ganzen Welt finden mehrfach im Jahr große Modenschauen statt, die festlegen was in ist und was out. Moderiesen wie der vertikale Fast Fashion-Produzent Zara veröffentlichen eine Kollektion pro Woche! Dadurch wird uns suggeriert, permanent mit den neuesten Trends mithalten zu müssen und doch schaffen wir es eigentlich nie, ganz up to date zu sein. Kleidung wird hergestellt, um sofort wieder ausgetauscht zu werden.

    Ein zeitloser Kleiderschrank

    Das Prinzip der Capsule Wardrobe macht Schluss mit diesem Wahnsinn. Es stammt von der Londonerin und Ladenbesitzerin Susie Faux und die Idee dahinter ist ein Kleiderschrank mit essenziellen, zeitlosen Kleidungsstücken, die nie aus der Mode kommen. Kleidungsstücke also, in denen wir uns wohlfühlen und die wir lange anziehen. Der zeitlose Kleiderschrank besteht aus wenigen Teilen, die sich gut miteinander kombinieren lassen, ein paar extravaganten Stücken für besondere Anlässe und natürlich ausgewählten Klassikern mit zeitlosen Schnitten und Designs. Schrankleichen und Teile, die nicht optimal passen, werden gnadenlos ausgemistet (was nicht heißt weggeschmissen) – frei nach dem Motto: Weniger ist mehr. So entsteht ein Kleiderschrank, mit dem wir uns identifizieren können.

    Es geht nicht nur darum weniger zu kaufen, sondern auch um die Wertschätzung jedes einzelnen Stückes durch effektiveres Einkaufen. Das Gefühl, trotz vollem Kleiderschrankes nichts zum Anziehen zu haben, verringert sich mit der Zeit automatisch, denn mit einer gut sortierten Capsule Wardrobe besitzen wir nur noch Kleidungsstücke, die wir öfter tragen können, die sich zu verschiedensten Anlässen gut kombinieren lassen und in denen wir uns absolut wohlfühlen.

    Accept the challenge!

    Wir nehmen die Herausforderung an und werden uns künftig vor jedem Klamottenkauf die entscheidenden Fragen stellen: Werde ich das Kleidungsstück mindestens 30 Mal anziehen? Überlebt es 30 Waschgänge? Hält es 30 Mal tragen aus? Passt das Teil zum Rest meines Kleiderschranks? Kann ich es vielseitig kombinieren? Können wir auf jede dieser Fragen mit einem überzeugenden „ja“ antworten, werden wir mit Sicherheit lange Freude an diesen Stücken haben. Probiert es selbst aus und macht mit – es lohnt sich ganz bestimmt!

     

    Margarete Schweinitz

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