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„Ich bin Quereinsteigerin aus Überzeugung“ – glore Portrait Rebekka Sommerhalder

26. Mai 2020
Blogpost_Rebekka_glore

Text von Martina Müllner-Seybold

Wie man von BWL zu glore kommt? „Im Rahmen einer persönlichen Reise des bewussteren Konsums“, lacht Rebekka Sommerhalder. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass es glore seit 2015 in Luzern und seit 2020 in Zürich gibt.

Rebekka Sommerhalder kann man mit Fug und Recht als glore Botschafterin in der Schweiz bezeichnen: 2015 eröffnete die Luzernerin ihren ersten Laden in der Heimatstadt, 2020 folgte der Schritt nach Zürich. Der Wunsch, im Verbund von glore selbstständig zu werden, reifte mit einer „persönlichen Reise. Ich habe schrecklich konsumiert, bevor in mir irgendwann der Wunsch entstand, meinen Konsum mit meinem Weltbild in Gleichklang zu bringen. Ich war die klassische Kundin, die jeden Freitag loszog, um sich für Samstag ein neues T-Shirt zu kaufen“, erzählt Rebekka. „Und ich habe lange keinen Gedanken daran verschwendet, welche Auswirkungen dieses T-Shirt hat.“

Ein Grund mehr, nicht dogmatisch zu sein, wenn es um nachhaltige Mode geht. „Ich freue mich über die Menschen, die bei uns aus Überzeugung einkaufen genauso wie über die, die zufällig auf glore stoßen.“ glore und sein Sortiment böten die Möglichkeit, auf eine lustvolle, freudige Weise bewussten Modekonsum zu vermitteln, ist Rebekka überzeugt. „An allererster Stelle steht für mich die Beratung. Für mein Team und mich ist es sehr wichtig, dass wir viel über unsere Marken und ihre Produkte erzählen können. Ehrlichkeit ist für uns selbstverständlich, wir raten lieber einmal von etwas ab, als jemandem etwas zu verkaufen, was ihr oder ihm nicht passt.“

Lieblingsstücke finden und verkaufen

Neben den Tagen im Laden, die Rebekka sehr schätzt, genießt sie an ihrer Arbeit die Möglichkeit „die Menschen und Designer hinter den Labels persönlich kennenzulernen. Das ist sehr inspirierend.“ glore Luzern und Zürich sind für die 33jährige ein Fulltime-Job, den sie passioniert ausfüllt. „Ich schaffe mir allerdings auch bewusst Raum für meine Leidenschaft, die Musik.“ Gemeinsam mit anderen hat sie einen a cappella Chor ins Leben gerufen, selbst Musik zu machen, zu singen und zu komponieren ist eine Herzensaufgabe. Ob sie der Weg als Künstlerin nicht auch gereizt hätte? „Dafür habe ich als BWLerin zu viel Realitätssinn und ich glaube, ich hätte auch die Freude an der Musik verloren, wenn ich damit meinen Lebensunterhalt verdienen müsste.“ Bei der Mode verhalte es sich genau andersherum. „Ich habe mich als Quereinsteigerin richtig in die Materie reingekniet, viel über Mode und Textilien gelernt und meinen persönlichen Stil weiterentwickelt.“ Sie schätze Lieblingsteile und genau dieses Potenzial, ein Lieblingsteil zu werden, begeistere sie so sehr an den Marken bei glore. „Für mich ist das größte Kompliment, wenn ich von jemandem im Nachhinein höre, dass das Stück, das er oder sie bei uns gekauft habe, jetzt ihr Lieblingsteil sei.“ Um das Leben solcher Lieblingsstücke zusätzlich zu verlängern, hat Rebekka Sommerhalder bei glore in der Schweiz „Second Love“ initiiert. Wer sich von einem nachhaltigen Stück trennen will, kann es bei glore Luzern oder Zürich in Kommission geben. „Einem schönen Stück ein möglichst langes Leben zu geben, ist für mich konsequente Nachhaltigkeit. Schön, dass unsere Kundinnen und Kunden das auch so sehen!“

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