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Bio-Baumwolle

Eigenschaften von Bio-Baumwolle

• besonders langlebig/strapazierfähig
• reiß- und scheuerfest
• sehr saugfähig (kann bis zu 65 Prozent des Eigengewichtes an Wasser aufnehmen)
• trocknet langsam
hautfreundlich, kratzt nicht, weich im Griff
• geringes Allergiepotential
• luftdurchlässig, nicht wärmeisolierend
unempfindlich gegenüber Schweiß und Lauge
• im feuchtem oder nassen Zustand reißfester als in trockenem

Nachhaltigkeit von Bio-Baumwolle

sehr strapazierfähig und lange haltbar
biologisch abbaubar, da zum Großteil aus Zellulose
• kein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Mineralöldüngern
• enorm hoher Wasserverbrauch (1 kg Baumwolle = 11.000 l Wasserverbrauch) 
• wächst nicht regional

Pflege von Bio-Baumwolle

Waschen

Oberbekleidung bei 30 °C und Unterwäsche bei 60 °C Kein spezielles Waschmittel notwendig, wir empfehlen Waschmittel ohne optische Aufheller oder Fleckensalze.

Wichtig: Farben trennen beim Waschen!


Trocknen

Bio-Baumwolle hat keine chemische Pflegeausrüstung, deshalb ist sie nicht einlaufsicher und somit trocknerungeeignet. Am besten nach dem Waschen in Form ziehen und liegend trocknen.

Bügeln

Bei bis zu 200°C bügelbar, besser aber leicht feucht bei niedrigeren Temperaturen bügeln.

Fleckenbehandlung

Farbechtheit prüfen auf der Innenseite. Kein Benzin, sondern Gallseife oder Panamarindenextrakt-Reiniger verwenden. Fleck damit einreiben und anschließend das ganze Stück waschen.

Passende Produkte aus Bio-Baumwolle

Warum ist Bio-Baumwolle sinnvoll?

Die meisten Naturtextilien werden heute aus Baumwolle hergestellt. Baumwolle ist gegenwärtig die am häufigsten verarbeitete Naturfaser der Textilindustrie. Ihre große Beliebtheit ist zurückzuführen auf ihre Weichheit und Hautfreundlichkeit, das damit verbundene niedrige Allergiepotenzial und auf die Vielseitigkeit der Faser selbst. Aus ökologischer Sicht ist Baumwolle ein sinnvoller Rohstoff, da sie hauptsächlich aus zu 100% biologisch abbaubarer Zellulose besteht und somit keine Müllproblematik entsteht wie etwa bei synthetischen Kunstfasern. Zudem zeichnet sich die Faser durch eine außerordentliche Strapazierfähigkeit aus, was die Nutzungsdauer von Baumwollkleidung im Vergleich zu anderen Textilien deutlich verlängert.

Bei glore stammen alle Baumwollprodukte aus kontrolliert biologischem Baumwollanbau ohne Gentechnik.

Dieser Rohstoff ist deshalb besonders nachhaltig, weil er eine Reihe schwerwiegender Umweltbelastungen vermeidet, die mit dem Anbau konventioneller Baumwolle verbunden sind:

Die Baumwollpflanze wächst sehr langsam und damit lange. Um einen hohen Ertrag zu erreichen, werden die Baumwollfelder häufig sofort nach der Ernte wieder neu bestellt, was problematisch ist, da sich die genutzten Böden nicht erholen können. Folge sind Monokulturen, die anfälliger sind für jede Art von Schädlingen und Unkrautbefall und zudem starker Düngung bedürfen. Bekämpft wird dies einerseits mit dem massiven Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.Sso entfallen aktuell knapp ein Viertel der weltweit ausgebrachten synthetischen Pflanzenschutzmittel auf die Baumwoll-Landwirtschaft, obwohl sie nur einen Bruchteil, 2,4 - 2,5%, der globalen Ackerfläche ausmacht. Andererseits wird die Übernutzung kompensiert durch eine starke Düngung der Böden. Um die Erträge zu steigern, wird beim konventionellen Baumwollanbau außerdem häufig gentechnisch verändertes Saatgut eingesetzt.

Wie wird Bio-Baumwolle hergestellt? 

Beim biologischen Anbau hingegen wird die Fruchtfolge berücksichtigt – es werden also abwechselnd verschiedene Pflanzenarten auf den Agrarflächen angebaut. Es wird damit in Kauf genommen, dass die jeweiligen Flächen saisonweise keinerlei Ertrag erwirtschaften können. Jedoch wird damit auch die Erhaltung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit gewährleistet und zudem vermieden, dass sich Schädlinge in den Monokulturen übermäßig vermehren. Gegen mögliche Schädlinge werden im Bio-Anbau darüber hinaus nur natürliche Feinde wie Pflanzen eingesetzt bzw. die Bauern beschränken sich auf das manuelle Entfernen von Unkraut und Ungeziefer. Die Düngung schließlich erfolgt durch das Aufbringen von Humus oder Jauche auf die Felder. 

Zur Ernte der reifen Baumwollkapsel wird in der konventionellen Landwirtschaft zumeist eine weitere Chemikalie auf die Felder ausgebracht, um Zeit zu sparen: Hochgiftige Entlaubungsmittel werden auf die Pflanzen gesprüht, damit die maschinelle Ernte erleichtert werden kann. Dies birgt auch gesundheitliche Gefahren für die Baumwollbauern und Erntehelfer. Bio-Baumwolle hingegen wird zumeist per Hand gepflückt, wodurch eine Entlaubung entfällt, da die geübten Pflücker natürlich ohne weiteres reife von unreifen Kapseln bzw. Blätter von Kapseln unterscheiden können. Das dauert länger, ist aber schonender für Mensch und Umwelt.

Ein großes Manko der Baumwolle ist ihr extrem hoher Wasserverbrauch in der Wachstumsphase. So benötigt die Produktion von 1 kg Baumwolle rund 11.000 l Wasser. Dieser Bedarf kann durch verbesserte Technologie (Tröpfchen- oder Furchenbewässerung) und Schulung der Bauern zwar um bis zu 40% verringert werden, jedoch bleibt der Wasserverbrauch immer noch vergleichsweise hoch. Weiterhin problematisch ist der Umstand, dass Baumwolle, egal ob bio oder nicht, regional nicht angebaut werden kann. Aktuell sind die wichtigsten Produzenten China, Indien, die USA und Pakistan. Die Baumwolle muss also in jedem Fall entweder vor oder nach der Weiterverarbeitung nach Europa transportiert werden, was immer CO2-Emission zur Folge hat.