Faire Kleidung - wie geht das? - Ob Billigkleidung oder Markenware - fast alle Bekleidungsfirmen lassen in den ärmsten Ländern produzieren. Oft zu miserablen Arbeitsbedingungen und mit gravierenden Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt. Die Näherinnen und Näher arbeiten oft 14 Stunden und mehr am Tag. Trotzdem reicht ihr Lohn nicht zum Leben. Für ein T-Shirt, das hier 15€ kostet, erhalten die Arbeiterinnen und Arbeiter nur rund 15cent und somit gerade einmal ein Prozent des Verkaufspreises. Gravierend sind auch die ökologischen Auswirkungen der Billigproduktion: Für die Produktion eines einzigen T-Shirts werden 20.000l Wasser verbraucht und bis zu 150g Chemikalien, teils gesundheitsgefährdende Stoffe, eingesetzt. Zwar nimmt das Angebot an fair und nachhaltig produzierter Kleidung zu, aber bei großen Modeketten ist davon kaum etwas zu finden. Die Bundestagsfraktion des Bündnis 90/Die Grünen wollen, dass es für Verbraucherinnen und Verbraucher einfach wird, sich für nachhaltige...
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Faire Kleidung - wie geht das?

Von , 28.06.2018

Ob Billigkleidung oder Markenware - fast alle Bekleidungsfirmen lassen in den ärmsten Ländern produzieren. Oft zu miserablen Arbeitsbedingungen und mit gravierenden Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt. Die Näherinnen und Näher arbeiten oft 14 Stunden und mehr am Tag. Trotzdem reicht ihr Lohn nicht zum Leben. Für ein T-Shirt, das hier 15€ kostet, erhalten die Arbeiterinnen und Arbeiter nur rund 15cent und somit gerade einmal ein Prozent des Verkaufspreises.

Gravierend sind auch die ökologischen Auswirkungen der Billigproduktion: Für die Produktion eines einzigen T-Shirts werden 20.000l Wasser verbraucht und bis zu 150g Chemikalien, teils gesundheitsgefährdende Stoffe, eingesetzt. Zwar nimmt das Angebot an fair und nachhaltig produzierter Kleidung zu, aber bei großen Modeketten ist davon kaum etwas zu finden.

Die Bundestagsfraktion des Bündnis 90/Die Grünen wollen, dass es für Verbraucherinnen und Verbraucher einfach wird, sich für nachhaltige Kleidung zu entscheiden. Es muss an den Stellschrauben der Textilindustrie gedreht werden, damit Kleidung nicht zu Hungerlöhnen und unter Gesundheitsrisiken produziert wird. Runde Tische und Aktionspläne mit freiwilligen Selbstverpflichtungen der Unternehmen reichen nicht aus. Wir brauchen verbindliche Standards und Transparenz in der Lieferkette. Unternehmen müssen verpflichtet werden, darüber zu informieren, wer was wo und unter welchen Bedingungen produziert.

In drei nacheinander stattfindenden Podiumsdiskussionen soll deshalb gemeinsam mit Vertreter von NGO‘s, Unternehmen, dem Handel und der interessierten Öffentlichkeit unter anderem die Initiative von Minister Müller bewertet und erörtert werden, welche Maßnahmen auf europäischer und internationaler aber auch auf nationaler Ebene notwendig sind. Darüber hinaus soll konkret beleuchtet werden, welche Rolle Siegel und Label spielen können. Denn, auch wenn aufgrund der gestiegenen Nachfrage immer mehr fair und nachhaltig produzierte Kleidung auf dem Markt ist, ist sie oft schwierig zu finden. Zudem gibt es zahlreiche Siegel und Herstellerinitiativen. Was sich hinter den einzelnen verbirgt, bleibt den meisten Verbraucherinnen und Verbrauchern unklar.


Wie lässt sich das umsetzen? Darüber möchten die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und wir mit euch diskutieren.

Brigitte ist für uns mit dabei und freut sich euch dort zu treffen!


Wann?

Montag, 01.12.2014

14:30 - 19:00 Uhr

Wo?

Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-Haus, E.700

Konrad-Adenauer-Straße 1

10557 Berlin








Hier geht's zum Programm und den Referenten. 

Bitte meldet euch vor ab hier an.


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